Reisebericht

"Bergwandern & Hatha Yoga" in Südtirol - August 2020

Zirbenduft in der Nase, eine Yogaplattform im Wald und ein Naturbadeteich mit Bergpanorama –

Glück kann so einfach sein!

Genussvolle Wanderungen in den Dolomiten und intensive Yogapraxis haben uns alle ganz schnell den Alltag vergessen lassen und uns mit neuer Lebenskraft und unvergesslichen Eindrücken beschenkt.

 

Doch fangen wir von hinten an:  

Hoch oben auf 2100m liegen wir unweit des Gipfels auf einer weichen Almwiese, würziger Heuduft liegt in der Luft, entfernt hören wir das vertraute Geräusch von Kuhglocken und die Südtiroler Sonne wärmt angenehm unsere Körper. Ein ganz besonderer Platz, fernab von den Massen, mit einem atemberaubend schönen Rundumblick auf die umliegenden Bergketten – Fanes Sennes, Aferer Geisler, Zillertaler Alpen, ....

Es ist der letzte (Wander-)Tag unserer Yogareise nach Südtirol und bei endlosem Weitblick und

blau-weißem Himmel lassen wir die letzten Tage hier nochmals Revue passieren.

 

Begonnen hat alles am Sonntag, als uns ein Aperitif zusammen mit Südtiroler Schmankerln vor dem Galadinner das Ankommen im Saalerwirt erleichterte, die teils weite Anreise war schnell vergessen. Die nächsten beiden Tage waren geprägt von intensiver Yoga Praxis morgens und nachmittags im schönen Yogaraum mit Blick auf die umliegenden Bergketten.

Dynamische und entspannende Stunden mit längerem Halten der Asanas und Yoga Nidra wechselten sich ab, mit Pranayama - den Atemübungen - sind wir immer mehr ins Hier und Jetzt eingetaucht. Schwimmrunden im angrenzenden Naturbadeteich oder ausgiebige Saunagänge haben uns schnell den Alltag vergessen lassen und den Kopf wieder frei gemacht.

 

Am dritten Tag dann endlich die erste Wanderung in den Dolomiten, bei Sonne und strahlend blauem Himmel gab es eine sanfte Almwanderung zum Einstieg in die genussvolle Bewegung.

Eine der schönsten Hütten Südtirols wartete auf uns zur Mittagspause, mit Sonnenliegen und flauschigen Kissen, die Gipfel der Dolomiten als Panorama.

Und - na klar, Kaiserschmarrn und Tirtlan gehören dazu zur Südtiroler Hütteneinkehr.

Mit der sanften Yogastunde am Abend haben wir die Wanderwadeln gedehnt und unsere Schultern vom Tragen des Rucksacks entlastet.

Am nächsten Tag ging’s höher hinaus, in die felsige Landschaft des Naturparks Fanes Sennes Prags. Die Sonne hat uns mächtig eingeheizt an diesem Tag, doch hoch oben wartete wieder eine wildromantische Hütte auf uns und glasklares Gebirgswasser, das in sanften Flüssen plätscherte und in Gebirgsseen glitzerte. Wanderschuhe aus, Füße rein – welch Wohltat! Schnell waren alle Höhenmeter vergessen.

 

Der nächste Tag war wieder ganz dem Yoga gewidmet, mit einer Einheit vor dem Frühstück und einer vor dem Abendessen. Den freien Nachmittag nutzen einige um den Bauernmarkt in Bruneck zu besuchen.

Der letzte Tag dann noch einmal das Gipfel Highlight mit einem unvergesslichen 360 Grad Panorama und Ausklang am Abend mit einer letzten Yogaeinheit und Abschlussrunde.

 

Alle Teilnehmer waren begeistert von den Wanderungen in der grandiosen Landschaft der Dolomiten, der magischen Natur rundherum und den stillen Plätzchen. Und ich bin sooo stolz auf alle WanderYogis, teilweise aus flacheren Gefilden wie Bremen, etc., die all diese Touren mit Bravour gemeistert haben und mit unvergesslichen Ausblicken und Eindrücken in dieser atemberaubend schönen Landschaft belohnt wurden.

Mit Yoga und dem Kennenlernen der 5 Punkte (richtige Asanas, richtige Atmung, richtige Entspannung, richtiges Essen, richtiges Denken/Meditation) bekam jeder Teilnehmer Hilfsmittel an die Hand, wie zu Hause im Alltag Yoga weiter praktiziert werden kann.

Viele berichteten von einer unglaublichen Fülle, die sie nach diesen Tagen spüren konnten.

In diesen wenigen Tagen sind wir als Gruppe so sehr zusammengewachsen, dass uns der Abschied sehr schwer fiel.

 

Und genau so wie Andreas Bourani in einem seiner Lieder schreibt, so empfinden es wir auch:

„Ich habe einen Ausblick, den man nie wieder vergisst.  

So wunderschön, dafür Wort dafür reichen Worte nicht.  

Ich habe Glück, denn ich muss mich nicht beeilen.  

Nichts dafür tun, um bedeutungsvoll zu sein.

Die Berge ziehen am Horizont wie Wellen übers Land. 

Sie nehmen mich bei sich auf, so als wären wir verwandt.  

Ich sitze hier und atme leise, um all das nicht zu stören, um unbemerkt für eine Weile zu allem zu gehören.

Hier bin ich mit mir verbunden.  

Hier leb ich in mich hinein.  

Mir gelingt es für Sekunden, mich von allem zu befreien.  

Hier ist meine Angst verschwunden.  

Hier bin ich mit mir allein.  

Ich bin im großen Grün versunken.  

Hier, um einfach nur zu sein.“

 

Nach diesen Tagen mit genussvoller Bewegung, entspannenden Yogastunden und viel unberührter Natur fühlen wir uns alle sehr verbunden, erfüllt, innerlich weit und unendlich reich beschenkt.

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