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Wie du deinen eigenen Rhythmus findest

 

 

 

In der Lehre des Yoga gibt es zwei Begriffe, die von großer Bedeutung sind:

ahimsa = Gewaltlosigkeit

satya = Ehrlichkeit / Wahrhaftigkeit

 

Im Yoga bzw. beim Praktizieren einer Asana bedeutet das, dass du dir selbst gegenüber ehrlich bist und ohne Gewalt praktizierst. Du nimmst eine Asana so ein, wie es für deine Körper möglich und vor allem gut ist. Du bringst dich nicht durch Ziehen, Drücken oder gar Gewalt noch weiter in die Asana hinein.

 

Das Gleiche gilt für das Wandern:

du bist ehrlich zu dir selbst und praktizierst dir selbst gegenüber Gewaltlosigkeit. 

 

Konkret bedeutet das:

- Du gehst nur so schnell (oder langsam), wie es für dich und deinen Körper möglich und gut ist.

- Du bist ganz bei dir. 

- Du bist nicht neidisch auf die anderen, die mit dir gehen, weil sie vielleicht schneller oder höher gehen.

- Und du bist zufrieden mit dem, wie du gehst (wie schnell, wie langsam, wie hoch, wie weit).

 

Wenn du auf diese Weise DEIN Tempo gehst, kannst du dich, wenn du willst, bemühen, dieses Mal vielleicht ein kleines Stückchen weiter zu gehen. Oder schneller. Aber immer unter Berücksichtigung von ahimsa und satya. Wenn du so unterwegs bist, gehst du in DEINEM Tempo.

 

Um zu überprüfen, ob du noch in deinem eigenen Tempo gehst, spür immer wieder hin in deinen Körper:

- Erlebe ich beim Wandern ein Gefühl von Weite und Leichtigkeit? Oder wird es eng und verkrampft?

- Beobachte deinen Geist: hast du Freude beim Gehen? Oder entsteht da ein Gefühl von (Leistungs-)Druck oder gar Angst?

- Geht mein Atem gleichmäßig und im Takt (er darf ruhig schneller gehen als in Ruhestellung)? Oder ist er ungleichmäßig und hastig?

- Und letztendlich: Hast du Freude beim Wandern, kannst du dir innerlich ein Lächeln schenken?

 

So findest du immer wieder deinen ureigenen Rhythmus, der ja bei jedem anders ist.

 

Bist du nun mit jemandem unterwegs, der schneller geht, oder langsamer, dann komm ganz bewusst immer wieder zurück zu dir. Öfters als sonst lenke deine Aufmerksamkeit auf die oben genannten Punkte.

Du kannst dich auch fragen:

 

„ Würde ich so wie ich jetzt gerade gehe auch gehen, wenn ich alleine unterwegs wäre?"

 

Falls deine Antwort nein ist, dann schalte unbedingt auf dein eigenes Tempo um, wenn du die Freude und Leichtigkeit behalten willst. 

 

Und ja, natürlich ist es oft so, dass der eine schnell geht, der andere langsam.

Was tun?

Soll sich der eine drosseln und der andere bemühen, schneller zu gehen?

Ja, das kann Freude machen, wenn es eine BEWUSSTE Entscheidung ist. Wenn du dir innerlich denkst  „Ja, heute will ich das mal versuchen und schauen wie es sich anfühlt.“

Spürst du aber ganz genau, dass du heute dein Tempo gehen willst, dass du das heute brauchst, dass du innerlich nicht bereit bist, dich anzupassen, dann gehe unbedingt in deinem Rhythmus. An einem vereinbarten Treffpunkt (Hütte, markanter Wegpunkt, etc.) trifft man sich wieder. Freilich, so etwas geht nur auf einfachen Wegen, bei denen die Richtung klar ist und nicht zu viele Abzweigungen kommen :-)

 

Ich finde dies einen absolut wichtigen Aspekt beim Wandern zu Zweit oder in Gruppen. Denn Gruppe bedeutet nicht, dass alle das Gleiche tun, sondern dass Raum entsteht für alle Bedürfnisse. 

 

 

 

 

 

 

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