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Dankbarkeit - der Schlüssel zur Fülle

 

 

 

Es ist Karfreitag. Und es ist total ruhig überall. Die einen Nachbarn sind weggefahren, die anderen auch, das ganze Haus ist still. Auch draußen, in der Stadt, wo es normalerweise wimmelt um diese Jahreszeit, sind nur wenige Menschen unterwegs. Ich liebe das. Diese stillen Tage. Zeit zum Innehalten, Zeit zur Einkehr. Spontan habe ich ein Buch zur Dankbarkeit aus dem Regal genommen.
Dankbarkeit, so heißt es, ist eine der größten Kräfte überhaupt. Dankbare Menschen, das sagen zumindest Studien, sind zufriedener, mehr mit sich im Einklang, sie leben länger, spüren mehr Freude, Liebe und Glück. Aber wie wird man dankbar, wie geht Dankbarkeit?
Jetzt im Frühling hilft uns die Natur auf ganz einfache Weise dabei: an allen Ecken und Enden blüht und grünt es und es ist die natürliche Art des Frühlings uns dahin zu treiben, dass wir uns wieder an allem erfreuen, was neu ist, frisch und unerwartet. Wir können wieder jubeln und staunen über das Leben, das uns umgibt. Es ist schon eine Herausforderung, in dieser Jahreszeit des Aufblühens unglücklich zu sein. Wenn die Tage länger werden, erwachen wieder unsere Sinne: wir fühlen buchstäblich die lebhaften Farben der Pflanzen, den feinen Duft der sich erwärmenden Erde, wir hören das Summen und Zwitschern überall. Wir erinnern uns wieder an die Wunder, die wir jetzt so unübersehbar an jeder Ecke erleben können. Ja, es ist fast so, als ob wir erschrecken über die Dankbarkeit, die sich in dieser Jahreszeit in jedem Augenblick ganz plötzlich in uns zeigen kann. Von daher ist´s im Moment ganz leicht, dankbar zu sein. Sicherlich spürst du das.
Ich denke über meine eigene Dankbarkeit nach und merke wieder einmal wie undankbar ich in letzter Zeit bin. Ich könnte soooo zufrieden sein mit dem, was ist: eine berufliche Tätigkeit, die unglaublich viele Freiheiten lässt und auch noch Spaß macht, eine wirklich tolle Wohnung, eine Partnerschaft, Gesundheit, die Liste wäre noch lang. Stattdessen lege ich den Fokus auf das, was noch alles sein könnte: noch mehr Teilnehmer in Kursen oder Auszeiten, eine gemeinsame Wohnung mit dem Partner, noch mehr Energie. Es könnte ja noch alles noch schneller und noch besser gehen…. Und soll ich dir was sagen: in den Momenten, in denen mir das so bewusst wird, schäme ich mich fast für meine Undankbarkeit. Wie geht es dir mit der Dankbarkeit? Bist du gerade eher dankbar und undankbar, legst du deinen Fokus auf das was schon da ist, oder auf das, was noch alles sein könnte?
Just während ich das schreibe, entdecke ich auf der großen Fichte vor meinem Fenster wieder das Eichhörnchen, das dort so oft zu sehen ist. Es gibt ein schwarzes und ein braunes. Heute ist das braune da, es ist viel zutraulicher, als das dunkle. Munter hüpft es von Zweig zu Zweig, die langen Haare an den Ohren wehen im Wind, die kugelrunden braunen Augen schauen immer ganz wachsam umher und scannen die Gegend ab. Manchmal kommt die Elster dazu und dann gibt es wilde Verfolgungsjagden am Baum. Küchenfensterkino vom Feinsten. Heute kann es in Ruhe nach Leckereien am Baum suchen und hüpft munter herum. Und schwupp - ist sie wieder da, die innere Dankbarkeit. Momente wie diese, ich liebe sie! Und ich danke der Natur, dass sie für uns immer wieder solche Momente bereit hält! In diesem Sinne wünsche ich dir ein frohes und gesegnetes Osterfest, mit vielen Hasen und noch mehr Eichhörnchen!

 

 

 

 

 

 

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