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Wie geht eigentlich Loslassen?

 

 

 

„Alles wonach du im Leben suchst, ist bereits da. Es kommt zu dir, wo und wann du es brauchst.
Es ist immer in deinem Geist. Was immer du brauchst um ein Projekt durchzuführen, etwas zu erschaffen. Es ist alles da. Triff die nötigen Vorbereitungen und lass dann los. Vertraue darauf, dass sich alles perfekt entfaltet.“

Ein wunderbares Zitat aus einem noch wunderbareren Film.
Neulich hatte ich nach einer Stadtführung noch zwei Stunden Zeit bis zum nächsten Termin.
So hab ich mich auf eine Bank im nahen Donaupark gesetzt und mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Sofort ist mir das Geräusch herabfallender Blätter aufgefallen und ich hatte größte Freude, die Blätter beim Heruntertrudeln zu beobachten: rote und gelbe, große und kleine, mal schnell und geradlinig herunterfallend, dann wieder um die eigene Achse drehend und fast in Zeitlupe.
Und das Thema „Loslassen“ war sofort präsent. So wie die Bäume jetzt ihre Blätter loslassen, so dürfen auch wir uns immer wieder ganz bewusst dem Loslassen hingeben.

Loslassen fällt uns manchmal so schwer, weil wir es so gewohnt sind zu kontrollieren.
In so vielen Bereichen streben wir nach Sicherheit und versuchen damit, die Kontrolle zu behalten oder zu bekommen. Dabei kann diese Kontrolle viele Formen annehmen: Fokussierung auf die Höhe der Rente, Anhäufung von Geld oder materiellem Besitz. Oder in Form von bestimmten Berufen.
 
Letztendlich geht es bei all dem um Sicherheit. Sicherheit ist ein Wert, der nicht schlecht zu reden ist. Wir brauchen sie, die Sicherheit. Doch in all unserem Streben nach dieser Sicherheit verlieren wir ganz nebenbei, fast unbemerkt, das Grundvertrauen:
wir mühen uns ab, arbeiten immer noch mehr, noch länger, versuchen noch mehr in noch kürzerer Zeit zu erledigen und haben einen unbändigen Willen bestimmte Sachen zu erreichen.
Dann wird es anstrengend. Mühevoll.
Kennst du das?

All unsere Bemühungen sind meistens ein verzweifelter Versuch etwas zu kontrollieren, über das wir keine Kontrolle haben. Wir versuchen Gott zu spielen, indem wir uns vorstellen, das von uns gefürchtete Böse könnte eintreten und indem wir Pläne schmieden, um das, wovor wir uns fürchten, zu verhindern.

Doch je mehr wir wollen und uns bemühen, desto verschlossener werden wir gegenüber den Mysterien des Lebens, die immer nur dann auftauchen, wenn man sich hingibt.
Dem Leben vertraut.
Und loslässt.

Vor 10 Jahren habe ich mich beruflich einmal richtig abgemüht, war unglaublich willensstark und habe alles in Bewegung gesetzt um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Und, was soll ich sagen: es klappte nicht.
Eine unglaubliche Enttäuschung mache sich breit. Ein Nichtwissen, eine Art Resignation.
Was war da falsch gelaufen, ich habe mich doch so bemüht?
Ich konnte gar nicht anders als loslassen in diesem Moment. Wäre mir tatsächlich noch eine Alternative eingefallen, was ich hätte TUN können, ich hätte es getan. Aber so musste ich einfach loslassen.
Und aus diesem Moment heraus ist eines der besten Dinge in meinem Leben passiert, zu mir gekommen. Einfach so, völlig mühelos. Und bis zum heutigen Tag gab es sehr viele dieser Momente, die immer dann passiert sind, wenn ich losgelassen habe (oder musste).
Erinnerst du dich auch an solche Momente?

Wie aber geht loslassen?
Gute Frage.

Loslassen ist keine Handlung, die du willentlich ausführst.  So wie du z.B. entschließt einen Kuchen zu backen. Loslassen ist nicht etwas, das du tust oder das im Außen stattfindet.
Loslassen findet eher in deinem Inneren statt, in deinem Geist.

 
Wenn du deine inneren Überzeugungen änderst, geschieht loslassen wie von ganz alleine.

 
Solange du z.b. glaubst du brauchst einen Porsche um glücklich zu sein, wirst du diese Vorstellung vom Porsche nicht loslassen können. Erst wenn du eine innere Überzeugung (ich brauche xy) änderst, passiert loslassen von ganz alleine.

 
Deine innere Überzeugung änderst du, indem du wieder mehr vertraust.
Mit Vertrauen ist der Glaube in etwas, das größer ist als du, gemeint. Du kannst es dein inneres Selbst nennen, Gott oder die unendliche Intelligenz. Die Bezeichnung spielt keine Rolle.
Es geht um das Vertrauen, dass du geführt bist auf deinem Weg und dass du nicht kontrollieren oder lenken musst..

Beobachte dich mal selbst:
Wie oft kommt in dem Bild deiner Zukunft, das fast immer von Ängsten dominiert ist, dieses Vertrauen vor? In dem Maß, indem du solchen Ängsten Platz in deinem Leben einräumst, glaubst du weder noch vertraust du.
Und warum haben wir so viel Ängste?
Weil wir nicht glauben.
Der Glaube wächst aber nicht im Haus der Sicherheit, sondern einzig und allein in der Hingabe.

Hingabe erreichst du, indem du aufhörst zu werten.
Ist dir einmal aufgefallen, wie oft wir am Tag und wie automatisch wir Dinge bewerten?
Das ist gut, das ist schlecht, das mag ich, das mag ich nicht, etc.
Etwas geschieht dir – wie stellst du fest, ob es gut oder böse ist?
Indem du wertest, machst du dich selbst zum Richter. Wir verwenden so viel Energie darauf, um das zu bekommen, was wir gut finden und das zu verhindern, was wir schlecht finden.
Hör auf, auf deinem Recht zu bestehen, Gut und Böse selbst zu definieren.
Eigentlich ist alles sehr einfach, doch wir haben uns verirrt.
Lasse das Werten sein. Alles hat seinen Grund.

Mir fällt ein Spruch aus dem Film „Shift“ ein:
"Erinnere dich an die ersten neun Monate deines Lebens. Du warst umsorgt, versorgt, völlig geborgen. Es war auf der physischen Ebene alles da und für dich gesorgt.“
So ist es jetzt auch. Es ist alles da. Du hast nur den Blick dafür verloren.
Weil sich dein konditionierter Geist an Mangel, Sorgen und Ängste haftet.

Fange also an, deinen Geist zu bewegen und alles wird sich ändern.
Versuche weniger zu kontrollieren, zu wollen und zu werten.
Vertraue mehr und gebe dich mehr hin.
Lerne wieder so zu leben, dass du dich geliebt fühlst.
Dann geschieht loslassen wie von alleine.
Und das Mysterium Leben wird dich küssen.

Zum Schluss möchte ich dir noch einen genialen Film zu diesem Thema empfehlen:
„Das Geheimnis der Inspiration“ von Dr. Wayne Dyer.

Viel Freude und noch viel mehr Inspiration wünsche ich dir beim Ansehen!

 

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