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Weihnachten - dein inneres Licht

 

 

 

Wir befinden uns gerade in der dunkelsten Zeit des Jahres, die Tage der Wintersonnenwende.
Die Menschen der Vorzeit hatten tiefe Ehrfurcht vor diesem kritischen Sonnentag, denn vielfach ging es dabei um die nackte Existenz.
Diese Zeit gilt besonders in der nördlichen Hemisphäre als sehr heilige Zeit.
Es ist eine Zeit der Einkehr, der Meditation, der Besinnung des alten Jahres und der Ausrichtung auf das neue Jahr.
Es ist eine Zeit erhöhter geistiger Aktivität – eine Zeit, die uns alle tief im Herzen berühren kann.

In dieser dunklen Zeit, kurz nach der Wintersonnenwende, wurde vor langer Zeit das göttliche Licht in die Dunkelheit der Welt in Verkörperung eines kleinen Kindes hineingeboren – Christen feiern die Geburt von Jesus Christus.
Weihnachten ist also ein christliches Fest und bedeutet die Geburt des göttlichen Lichts auf Erden. Deswegen können wir uns an Weihnachten besonders gut der göttlichen Kraft, des göttlichen Lichts in uns öffnen und es erfahren.

Und genau darum geht es an Weihnachten.
Dass du erkennst, dass das Licht in DIR ist.
Es ist keine allmächtige Kraft, die außerhalb von uns liegt oder in Form von Personen im Außen verehrt werden sollte. Damit gibst du die Verantwortung ab und meinst, es gibt da jemanden außerhalb von dir, der wird´s schon richten. Tatsächlich ist es aber so, dass alles in dir ist und du der Schöpfer deiner Realität, der Gestalter deines Lebens bist. Vor allem mit deinem Geist.
Wohl auch deswegen liebe ich Yoga so sehr, denn letztlich geht es im Yoga nicht um Verrenkungen auf der Matte (auch wenn die sooo wohltuend sind), sondern um die Entfaltung des Geistes. Yoga hilft dir einfach auf allen Ebenen, deinen Weg zu entdecken.

„Wir feiern Weihnachten, auf dass diese Geburt auch in uns Menschen geschieht. Wenn sie aber nicht in mir geschieht, was hilft sie mir dann? Gerade, dass sie auch in mir geschehe, das heilt alles.“
(Meister Eckhardt)

Zurück zur dunklen Zeit: die Zeit der Wintersonnenwende ist die Zeit der längsten Nacht
(gewöhnlich die Nacht vom 21. auf den 22. Dezember) und der uralten Hoffnung auf neues Licht.
Im Winter herrschen auch in der Natur Ruhe und Stille und tief innen schlummert das neue Leben.
Die Bäume haben ihr Laub abgeworfen und ihre Lebenssäfte nach innen gezogen.
So ist auch der Rückzug des Menschen nach innen, in die Meditation, während dieser Zeit ganz natürlich. Im Yoga Sutra von Patanjali heißt es:

„Yoga ist das zur Ruhe kommen der Gedanken im Geist. Dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen.“ Wenn der Geist in der Meditation zur Ruhe gekommen ist, erfährt der Meditierende seine wahre Natur. Und diese Erfahrung gleicht der Geburt Gottes im Menschen.

Das Erkennen unseres wahren göttlichen Selbst, unseres inneren Lichts, und mit diesem höheren Selbst zu verschmelzen, ist also der Sinn von Weihnachten.
In dieser sehr heiligen Zeit um Weihnachten herum – insbesondere am 24. Dezember um Mitternacht - unterstützen größere Kräfte unser Bemühen. Die Christmette als Mitternachtsmeditation hilft, diese Geburt Gottes, dein inneres Licht, in dir selbst zu spüren. Du kannst diese Zeit auch ganz im Stillen verbringen, ein paar Kerzen anzünden und innere Einkehr praktizieren.
Mitten in dieser Nacht (Weih-Nacht, stille Nacht) zieht sich unser Geist zurück, wird ruhig und kann so die Geburt des inneren Lichts erfahren.

Um zu verstehen, worum es an Weihnachten geht, finde ich auch immer den Vergleich mit dem indischen Lichterfest Divali sehr hilfreich.
In weiten Teilen Indiens ist Divali, der populärste Feiertag und ähnelt unserem Weihnachten.
An Divali feiert man die Rückkehr von Gott Rama in die Hauptstadt Ayodhya, nachdem dieser 12 Jahre lang im Exil verbracht hatte. 12 Jahre lang hatten die Bewohner von Ayodhya auf Feuer und Licht verzichtet. Als Rama zurückkehrte wurden überall Freudenfeuer entzündet. So kann es sein, dass wir Gott, die Liebe, aus unserem Leben verbannt haben. Und auch wenn wir materiell viel besitzen, so fehlt oftmals das Entscheidende im Leben. Wenn aber Gott, das göttliche Licht, die Liebe oder wie auch immer wir es ausdrücken wollen - in unser Herz einzieht, dann können wir höchste Freude empfinden.

Deswegen kannst du zusätzlich zur historischen bzw. für gläubige Christen religiösen Dimension Weihnachten auch als Sinnbild deines spirituellen Weges interpretieren.
Das Licht kann IN UNS geboren werden und zwar dann, wenn die Tage am kürzesten sind inmitten der Weih-Nacht. Wenn unser Geist sich zurückzieht von den äußeren Ablenkungen, alles (unsere Sinne und Gedanken) schläft, dann kann das hocheilige Paar Unterscheidungskraft (Joseph) und Intuition (Maria) wachen und die Geburt des inneren Lichts erfahren (Jesus).

So wünsche ich dir, dass du in dieser Stillen Nacht tatsächlich tiefen Frieden, innere Stille und die großartige Bedeutung von Weihnachten erfährst und dein inneres Licht entdeckst.
Die Mitternachtsmeditation kann in dieser Nacht zu einem besonderen Erlebnis werden, nicht nur für überzeugte Christen, sondern für jeden der sich auf den Weg macht.

Eine lichtvolle und gesegnete Zeit wünsche ich dir!

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